Unser Weihnachtsbrief 2025
Hauenstein, im Dezember 2025
Liebe Freunde der Aktion Afrika!
Auch 2025 konnten wir unseren Partnern in Afrika bei der Bewältigung der immensen Herausforderungen, die sich ihnen Tag für Tag stellen, beistehen. Dabei ist uns bewusst, dass unsere Hilfe immer nur ein winziger Tropfen auf einen ganz großen heißen Stein sein kann. Aber wir versuchen stets, folgenden Satz zu befolgen:
„Tu ein kleines Stück Gutes dort, wo du bist. All diese kleinen Stücke zusammen werden die Welt überwältigen.“ (Desmond Tutu, südafrikanischer Friedensnobelpreisträger)
In diesem Sinne konnten wir auch mit Ihrer Hilfe seit Jahresbeginn 2025 unseren Partnern über 70.000 Euro zur Verfügung stellen, die schwerpunktmäßig in folgende Bereiche flossen:
- Bildung,
- Wasserprojekte,
- medizinischer Bereich und
- Nahrungsmittelhilfe.
„Bildung ist die mächtigste Waffe, die die Welt verändern kann.“ (Nelson Mandela, Friedensnobelpreisträger, ehemaliger Präsident Südafrikas)
Wir unterstützen Maßnahmen zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur wie den Bau der St. Mary School in Kolongolo (Sister Salome) und haben die Ausstattung neuer Klassensäle mit Schulmöbeln in Magombani finanziert. Wir ermöglichen im Projekt MOI (Edith Naser) jungen Menschen in Uganda eine berufliche Ausbildung und finanzieren mit Stipendien zahlreichen Kindern und Jugendlichen im Projekt „A Simple Smile“ und im „Tengeru-Projekt“ die Schul- und Berufsausbildung. Für die Schule in Kolongolo haben wir in diesem Jahr auch die Bezahlung des Schulpersonals sichergestellt.
Die „Dominic Foundation“ bietet mit unserer Hilfe regelmäßig Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene zu Themen der Persönlichkeitsentwicklung, der gesunden Lebensführung, der Hygiene, der Wertevermittlung und der Verantwortung für die Umwelt an.

Für diese Kinder in der St. Mary-School in Kolongolo konnte rechtzeitig zum Schuljahresbeginn im Januar ein neuer Schulsaal fertiggestellt werden. Das Foto entstand bei der Schuljahresabschlussfeier. Im Hintergrund sind Lehrer, der Fahrer und Betreuungspersonal zu sehen.
„Zugang zu sauberem Wasser ist kein Privileg – es ist ein grundlegendes Menschenrecht.“ (Kofi Annan, ehemaliger UN-Generalsekretär)
Ein existenzielles Problem aller unserer Partner ist die Versorgung der Menschen mit Wasser. Auch hier konnten wir Hilfe leisten. So wurde die Bohrung eines Brunnens bei der Magombani-Schule in Ukunda ermöglicht. Das Wasser steht nun nicht nur der Schule zur Verfügung, es erspart den Bewohnern der umliegenden Siedlungen weite Wege zu oft unsauberen Wasserstellen. An der Wassergewinnungsanlage in Sister Genovefas Zentrum „St. Joseph Shelter of Hope“ in Voi waren dringende Renovierungsarbeiten notwendig, deren Finanzierung wir durch unseren Beitrag ermöglichten. Und an der St. Mary-School halfen wir bei der Finanzierung einer Anlage zur Wassergewinnung und -speicherung, die den Wasserbedarf der Schule in den Monaten der Dürre decken kann.

Bohrung eines Brunnens an der Magombani-Schule in Ukunda
„In vielen der ärmsten Regionen Afrikas hat etwa die Hälfte der Bevölkerung keinen Zugang zu medizinischer Beratung.“ (WHO-Bericht 2022)
Medizinische Einrichtungen wie die Kranken- und die Entbindungsstation in Zigira sowie das Hospital „Shelter of Hope“ oder das AJAM-Zentrum in Kajiado erhielten namhafte Beträge, damit sie weiter zum Wohle der Bevölkerung arbeiten können.
Der Stopp des Hilfsprogramms USAid durch US-Präsident Trump hat die ohnehin sehr schwierige Situation der medizinischen Versorgung weiter verschärft. USAid hat in der Vergangenheit unter anderem Aids-Patienten mit Medikamenten und Nahrung versorgt. 600 kranke Menschen betreut beispielsweise Firminus Shirimas AJAM-Zentrum im Maasai-Gebiet südlich von Nairobi. Er befürchtet, dass „ohne die Medikamente und ohne die notwendige begleitende Ernährung viele -vor allem auch Kinder- sterben werden“. Deshalb hat er uns gebeten: „Helft uns auf irgendeine Weise, damit wir zumindest einige Medikamente und Nahrung bereitstellen können“, schrieb er. Wir konnten im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen, sodass lebenswichtige Medikamente verteilt werden konnten. Vor diesem Hintergrund haben wir die Kampagne „Medizin für die Maasai“ gestartet. 30 Euro pro Monat und Person werden benötigt, um die fehlenden USAid-Mittel zumindest ansatzweise zu ersetzen.

Medizinische Beratung durch einen Mitarbeiter der AJAM für Maasai-Frauen
„Um dem Traum einer besseren Welt, in der niemand mehr hungern muss, näher zu kommen, können auch Sie etwas tun.“ (Bundespräsident Frank Walter Steinmeier am 12. Oktober 2025)
2,2 Millionen Menschen in Kenia sind von akuter Nahrungsunsicherheit betroffen, fast eine Million Kinder sind mangelernährt. Hunger ist Teil des Alltags: Unzählige Kinder gehen ohne Frühstück zur Schule, ganze Familien kämpfen täglich ums Überleben. Diese Fakten erschrecken. Nicht zuletzt dank unserer Aktion „Mais für Afrika“ konnten wir allen unseren Partnern regelmäßig Mittel zur Verfügung stellen, um Alte, Kranke, Kinder sowie bedürftige Familien mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

Nahrungsmittel für Maasai
Danke – Asante sana
Der Dank unserer Partner kommt immer postwendend: „Ihr seid ein Segen für uns und die armen Menschen in Kenia“, schrieb Father Shirima und Sister Genovefa drückte ihre Dankbarkeit so aus: „Manchmal ist eure Hilfe das, was wir ein Wunder nennen.“
Dass wir helfen können, das verdanken wir vielen kleinen und großen Gaben treuer Spender aus der gesamten Region. Zwei Beispiele: Jubilare verzichteten zugunsten unserer Aktion auf Geschenke, die Grundschule Dahn übergab uns 4300 Euro aus ihrem Spendenlauf. Ein wichtiges Fundament unserer Hilfe sind die Schuhspenden von Carl-August Seibel, die wir -wie schon beim Keschdemarkt- auch in diesem Jahr beim Weihnachtsmarkt am 2. Adventswochenende zugunsten unserer Projekte verkaufen konnten. Auch unsere Benefizveranstaltung „Sing mit…“ am 4. Advent brachte einen schönen Erlös für unsere Arbeit.
Dafür und für jede Spende sind wir von Herzen dankbar. Und wir geben den überwältigenden Dank unserer Partner gerne weiter und sagen wie immer Danke in der Sprache unserer afrikanischen Freunde
„Asante sana“ und wünschen besinnliche Adventstage, ein gesegnetes Weihnachtsfest und für 2026 alles Gute. Bleiben Sie gesund!
Alfred Busch (1. Vorsitzender) und Jutta Seibel (2. Vorsitzende)
Spendenkonto: Aktion Afrika – Volksbank SÜW – Wasgau, IBAN DE86 5489 1300 0071 8473 06